Neuraltherapie

© Monika Brugger Schwarzhölzlstraße 7 c 85757 Karlsfeld Stand: Mai 2018

Neuraltherapie

 

 

Die Neuraltherapie ist eine Regulationstherapie, die auf das gesamte vegetative Nervensystem Einfluss nimmt. Das Vegetativum wirkt als unbewusstes System ausgleichend auf alle Vorgänge im Körper (z.B.: Herztätigkeit, Lungentätigkeit, Verdauung, Hormonhaushalt usw.). Trotz der normalen Schwankungen im Verlauf des Tages gelingt es dem Körper sich im Gleichgewicht zu halten. Wird der Mensch durch äußere Einflüsse wie Stress, häufiges schnelles oder schweres Essen, Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel, Medikamente, Umweltfaktoren, usw. so schwer belastet, dass sich das körpereigene vegetative System nicht mehr selbständig regenerieren kann, wird er krank. Einmal krank zu werden, ist kein wirkliches Problem. Für ein paar Tage Ruhe verordnet und schon ist man wieder fit. Aber manchmal kränkelt der Körper in unterschiedlicher Weise weiter. Er wird alle 2 - 3 Wochen krank. Er reagiert mit Unwohlsein, Übelkeit, Schmerzen, Hautausschlägen an den verschiedensten Stellen.

Die Lebensqualität leidet!

 

Hier kann die Neuraltherapie regulierend eingreifen. Mit gezielten Injektionen auf die passenden Reflexzonen wird die Aufmerksamkeit des Vegetativums auf bestimmte Regionen des Körpers gelenkt um dort verstärkt Heilarbeit zu leisten. Diese Reflexzonen sind auf verschiedene Stellen der Körperoberfläche verteilt. Jedes Organ hat irgendwo am Körper eine Reflexzone.

 

Die Brüder Hunecke haben festgestellt, dass nicht nur große sondern auch winzig kleine Narben als Störfelder alle Körperfunktionen beeinträchtigen können. Narben bestehen aus Reparaturgewebe - Funktionsgewebe kann meist nicht mehr wiederhergestellt werden. Reparaturgewebe wird mit der Zeit dichter, verfestigt sich und fängt an zu spannen. Dadurch drücken sie auf Nervenbahnen oder führen zu Verstopfungen der vorbeiführende Körperbahnen (z.B.: Blutgefäße, Lymphgefäße). Blockaden entstehen! Nerven werden ständig gereizt, Körperflüssigkeiten und Energie können nicht mehr ungehindert fließen. Dadurch ist die Versorgung und Funktionalität von Organen und Geweben gestört. Durch die Entstörung dieser Felder konnten schon die DDr. Hunecke sehr gute Heilungserfolge vorweisen. Es konnten sogar langjährige chronische Krankheiten gelindert werden.

Leider ist es nicht möglich manifeste Gewebeschäden rückgängig zu machen - jedoch wurde meist Schmerzlinderung erreicht.

Anwendungsgebiete:

 

  1. Kopfschmerzen
  • wiederkehrende Kopfschmerzen, "Kater", Migräne, Cluster-Kopfschmerz, usw.
  1. Erkältungskrankheiten
  • Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Bronchitis, usw.
  1. Ohrenbeschwerden
  • Tinnitus, Ohrgeräusche, Schmerzen,
  1. Kieferbeschwerden
  • Schmerzen, Verspannungen, usw.
  1. Atembeschwerden
  • erschwerte Atmung, Pleuraschwarte, Pleuritis, usw.
  1. Immunsystem
  • Allergien, Asthma, usw.
  1. Verdauungsprobleme
  • Darmträgheit, Magen- / Darmbeschwerden, Obstipation, Diarrhoe, usw.
  1. Bewegungsapparat
  • Wirbelsäulenbeschwerden, Schulterprobleme, Hüftprobleme, usw.
  1. Extremitäten
  • Durchblutungsstörungen, Schmerzen, Karpaltunnelsyndrom, Knieprobleme, Hallux valgus, usw.
  1. Unterleibbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden, Schmerzen, Klimakterische Beschwerden usw.

Geschichtliches zur Neuraltherapie

 

Die Neuraltherapie wurde von den Brüdern Dr. med. Ferdinand Hunecke und Dr. med. Walter Hunecke 1925 zufällig entdeckt. Obwohl die gemeinsame Schwester schon jahrelang an chronischer Migräne litt, konnte sie durch die Behandlung mit einem Lokalanästhetikum vollständig geheilt werden.

Fasziniert von diesem Erfolg begannen die Brüder die Wirkungsweise an verschiedensten Körperregionen zu testen und erkannten bald, dass nervale Haut- und Muskelreflexbögen (entdeckt von Head und Mackenzie) bestanden und Narben als Störfelder (= nervale Reizfelder) Einfluss auf den ganzen Körper haben können. Durch die Behandlung dieser Bereiche konnte eine sofortige Linderung bis Heilung von Krankheitszuständen erreicht werden, auch wenn die Krankheiten oft schon Jahre bestanden hatten.

Damit war der Grundstein für die Neuraltherapie nach Hunecke gelegt.

 

Bis heute gab und gibt es überzeugte Befürworter, die nur die besten Erfahrungen gemacht und die Therapie verbessert und erweitert haben, aber auch glühende Gegner, die diese Therapie als extrem gefährlich einstufen. Wie fast immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Wird die Neuraltherapie mit der nötigen Sorgfalt von gut geschulten Therapeuten angewendet, können beste Erfolge damit erzielt werden. Bei falscher Anwendung durch mangelhafte Ausbildung oder "Größenwahn" besteht die Gefahr die Heilung ins Gegenteil umzuwandeln. Um diese Gefahren einzugrenzen, wurde festgelegt, dass Heilpraktiker nur innerhalb eines bestimmten Rahmens die Neuraltherapie ausführen dürfen.

 

Der Großteil der neuraltherapeutischen Injektionen und der verwendeten Arzneien ist Ärzten vorbehalten!

 

Ich arbeite im Rahmen dieser Bestimmungen und verwende ausschließlich isotonische Natrium-Chlorid-Lösung (= Kochsalzlösung) und Procain.